Mittwoch, 13. März 2013

Ein letztes Mal Winter

Der letzte Schnee vor drei Wochen (die Zeit vergeht so schnell!) wurde spontan genutzt, um die größte, vollbusigste Schneefrau in der Geschichte des Wiener Praters zu bauen. Kurz darauf wurde es so warm, dass es schwer vorstellbar war, dass man vor einigen Tagen noch bis zu den Knien im Schnee steckte. Für heute hat uns die Wetterfrau eigentlich wieder Schnee angedroht, aber ich hoffe zutiefst, dass sie sich geirrt hat und die Stadt bald anfängt nach Bauernhof zu riechen. Denn immer wenn das passiert, dann ist es garantiert Frühling! :D

Schnee
Die Fotos habe ich mit meiner iPhone-Kamera geschossen, darum sind sie etwas unscharf. Die Qualität lässt immer mehr nach :(
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Da die Schneefrau ursprünglich nur eine gigantische Schneekugel werden sollte sind ihre Proportionen etwas merkwürdig geraten.
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Der stolze Erbauer mit seiner 2 Meter großen Schneekönigin.
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Das Anbringen der "Rundungen" war ohne Handschuhe fast schon schmerzhaft! (auch wenn's nicht danach aussieht)
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Schnee
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Irgendjemand war so kreativ und hat einen süßen Schneehasen gebaut! :)
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Blogger Tricks

Donnerstag, 21. Februar 2013

Die Sache mit den Stacheln

Eines warmen Sommertages im Jahre 2011 saß ich mit meiner damals dreijährigen Schwester im Garten und beantwortete ihr alle möglichen Warum-Fragen. Irgendwann zeigte sie auf meine Beine und fragte: 

"Warum hast du Stachel?"

Nachdem ich mich von einem kurzen Lachkrampf erholt hatte, erklärte ich ihr, dass das Haare sind und sie die irgendwann auch bekommen wird. Mit den restlichen Infos hätte sie nichts anfangen können. Die Wahrheit war nämlich, dass die letzte Rasur zwei bis drei Tage zurücklag und meine Haare ziemlich schnell nachwachsen. Außerdem hatte ich mir einen (natürlich neuen!) Zwei-Klingen-Einwegrasierer von meiner Mutter ausgeliehen und diese Dinger schneiden einem irgendwie mehr Fleisch als Haare.

Unser Garten. Wird Zeit, dass es langsam wieder wärmer wird!

Enthaarung ist bei mir bereits seit dem 11. Lebensjahr ein leidiges Thema. Ich weiß noch genau, wann ich mir das erste mal die Beine rasieren musste. Ja, musste! Ich war in Ungarn auf einer Hochzeit eingeladen und trug ein weißes Kleid mit hellblauen Blümchen und einer transparenten weißen Strumpfhose. Meine Mutter beäugte mich kritisch und sagte, es wäre wohl Zeit für meine erste Rasur. Denn die dunkelbraunen langen Haare unter der durchsichtigen Strumpfhose sahen alles andere als appetitlich aus.

Und jeder weiß, mit dem Rasieren ist das so eine Sache: Einmal rasieren, immer rasieren.
Sonst hat man Stachel... äh, Stoppel!

Zwischendurch probierte ich alles Mögliche aus. Wachsen, Enthaarungscremes, Epilieren. Wachsen tut weh und man muss seine Haare auf eine bestimmte unansehnliche Länge wachsen lassen, damit das Wachs überhaupt greifen kann. Enthaarungscremes taugen nichts und sind schlecht für die Haut. Vom Epilieren will ich gar nicht erst anfangen. Das sind jedes Mal Höllenqualen!

Und so landete ich wieder bei der guten alten Nassrasur. Ich musste einiges ausprobieren, bis ich welche fand die für meine Bedürfnisse geeignet waren. Der große Nachteil an meinen Rasierern ist, dass es eigentlich Einwegrasierer sind und die Klingen relativ schnell abstumpfen. Deswegen war ich ganz aufgeregt, als mich die Leute von SHAVE-LAB anschrieben und mich ihre Rasierer testen lassen wollten!

Wenn es darum geht etwas Neues für meine Stachel auszuprobieren, sage ich nicht nein. Und so erhielt ich innerhalb weniger Tage mein Paket mit den edlen SHAVE-LAB Rasierern aus der ZERO LINE.
Mein Freund erhielt ebenfalls einen Karton, um die Männervariante zu testen. Doch bis ich von ihm einen Bericht bekomme, kann es noch dauern. Er rasiert seinen Bart, wenn's hochkommt, zweimal im Monat. Anscheinend fühlt man(n) sich in diesem Alter mit einem lückenhaften Bart männlicher als mit einem gepflegten Gesicht.

Das Starter-Set der Zero Line um 6,95 € enthält einen Griff und vier Klingen.
Der Griff ist hochwertig verarbeitet und liegt etwas schwerer in der Hand als andere Rasierer.

Ich habe die Rasierer etwa einen Monat lang getestet. An kurzen Stoppeln und längeren Haaren, morgens unter der Dusche und am Wochenende in der Badewanne. An Beinen, Bikinizone und Achseln. Die Rasur war stets angenehm und gründlich. Beim ersten Mal konnte ich gar nicht glauben, dass ich mich gerade rasiere, weil es sich anfühlte als würde ich mit einem Buttermesser über die Haut fahren! Dieses weiche Gefühl beim Rasieren ist wohl dem Schwingkopf zu verdanken, der so flexibel ist, dass keinerlei Hautirritationen entstehen und er sich dem Körper perfekt anpasst.

Leider ist genau das auch mein einziger Kritikpunkt. Für meine Beine ist der Kopf etwas zu flexibel. Es kommt mir vor, als könnte ich nicht genügend Druck aufbauen, um die Haare dicht genug an der Haut abzuschneiden. Dadurch habe ich natürlich schneller wieder Stoppel. Lustigerweise tritt dieses Problem an anderen Körperstellen nicht so auf.

Trotzdem kann ich die Shave-Lab rasierer guten Gewissens weiterempfehlen. Sie können qualitativ locker mit den gängigen Marken mithalten, mit dem Unterschied, dass sie um einiges günstiger sind. Mein Problem mit den Stoppeln wird sich auch spätestens im Sommer erübrigen, da ich zu dieser Zeit sowieso mindestens alle ein bis zwei Tage rasieren muss. Es sei denn, ich kann mich eines Tages wieder zum Epilieren überwinden...

Donnerstag, 14. Februar 2013

Der Fluch des Schnellseins

Schon ganz am Anfang meiner Ausbildung, hörte ich immer wieder die gleichen Sätze: "Was, schon fertig? Du bist viel zu schnell!" In einigen Abteilungen kamen meine Kollegen nicht damit nach genügend Aufgaben für mich zu finden, was für mich häufig Langeweile bedeutete. Auch in der Berufsschule war ich oft so schnell mit meinen Projekten fertig, dass ich dachte ich habe etwas vergessen oder bin so schlecht, dass mir nicht genug einfällt.
Mit dem Alleinwohnen machte sich das Phänomen auch zu Hause bemerkbar. Ich brauche zum Duschen (Shampoo, Conditioner, Duschgel, Zähneputzen, Gesicht waschen, eventuell rasieren) etwa 5-10 Minuten, während meine Freundinnen sich beispielsweise beim Chatten für 20-30 Minuten verabschiedeten, um ins Bad zu gehen. Genau diese Freundinnen haben mir diverse Spitznamen verliehen, weil ich selbst auf der Toilette dreimal so schnell bin wie sie.

So sehr das jetzt nach Selbstbeweihräucherung klingen mag, für mich ist das Schnellsein schon fast ein Fluch! Ich sehe es nicht als Bereicherung an, es belastet mich. Es belastet mich, weil ich ernsthaft mit dem Gedanken gespielt habe, dass ich unter der Dusche nicht gründlich genug bin. Oder dass ich, wie bereits erwähnt, für die Schule zu unkreativ und in meinem Job zu ungenau bin.

Mittlerweile weiß ich aber, dass ich hygienisch bin und dass ich meinen Job ganz gut mache. Dafür bekomme ich mittlerweile leichte Aggressionen, wenn ich zu lange auf jemanden oder etwas warten muss. Sei es auf der Arbeit, weil ich meine Aufgaben so schnell erledigt habe, dass nichts mehr zu tun ist, oder eine Freundin, die das Bad im Urlaub für eine halbe Ewigkeit besetzt, wo ich genau weiß, dass man auch doppelt so schnell sein kann. Es nervt, dass andere nicht mein Tempo haben. Oder, besser gesagt, dass andere und ich meistens nicht dasselbe Tempo haben. Und es ist ja nicht so als würde ich mich die ganze Zeit mit Absicht beeilen oder permanent stressen. Ich habe schon oft versucht die Dinge langsamer anzugehen. Aber für mich ist das offenbar genauso schwer, wie es für andere ist einfach mal schneller zu machen.

(ノಠ益ಠ)ノ彡┻━┻

Richtig lästig wird es jedoch erst, wenn andere diese "Qualität" erkennen und für sich nutzen wollen. Ich bekomme auf der Arbeit haufenweise Anfragen Dinge zu tun, die nicht meine Aufgabe sind. Und zwar nicht, weil die Kollegen es selbst nicht könnten, sondern weil ich es einfach schneller kann. Es handelt sich bei diesen Dingen oft nur darum eine Datei zu suchen und zu verschicken. Die Hälfte der Anfragen sind dieser Art und ich habe es so satt, dass alle denken ich bin der Depp für alles. Bloß weil ich schneller bin, heißt das nicht, dass es für mich keinen Aufwand bedeutet! Ständig muss ich meine Arbeit unterbrechen, weil jemand ganz dringend ein Logo/Bild/Cover braucht. Selbst wenn ich darauf hinweise, dass es im Ordner A am Server B öffentlich auffindbar ist, soll das "liebe Rialein" (sie nennen mich wirklich so) es suchen! Sich selbst durch die Server zu klicken und die Datei zu suchen wäre zu viel verlangt! Da ich momentan keine Möglichkeit sehe meine Kollegen umzuerziehen, habe ich angefangen diese Arbeitszeit in Rechnung zu stellen. Das haben sie davon. Zeit ist eben wirklich Geld!

Wo würdet ihr euch "Tempo-mäßig" einordnen und wie geht ihr damit um? Seht ihr irgendwelche speziellen Vor- oder Nachteile in eurer Geschwindigkeit?